Chinesisches Papierschneiden (Jianzhi)
Su Yanyan
Erbe des immateriellen Kulturerbes auf kommunaler Ebene: Papierschneidekunst
Chinesisches Papierschneiden (Jianzhi)
In einem kleinen Atelier in Xuchang, Henan, bewahrt Su Yanyan ein Handwerk, das älter ist als der Buchdruck. Mit nichts weiter als einer Schere und einem Blatt rotem Papier schneidet sie Löwen, Pfingstrosen und Phönixe – jede Linie eine Entscheidung, jede Kurve ein Atemzug. Sie lernte von der Generation vor ihr, den Großmüttern, die Jianzhi an ihren Küchentischen praktizierten und Muster weitergaben, die über fünfzehn Jahrhunderte erhalten geblieben sind. Die UNESCO erkannte die chinesische Scherenschnittkunst 2009 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit an. Doch Anerkennung allein erhält ein Handwerk nicht. Es braucht Hände. Es braucht Su Yanyan, die sich jeden Morgen mit ihrer Schere hinsetzt und Mut in Papier schneidet, damit wir ihn alle in Händen halten können.
“Jeder Schnitt ist eine Entscheidung. Jede Kurve ist ein Atemzug.”
